FAQ zum Bundes-Freiwilligen-Dienst im weltwärts Programm

 

Wie lange dauert der Freiwilligendienst?
Grundsätzlich ist eine Entsendung im weltwärts-Programm möglich für die Dauer von mindestens 6, höchstens 24 Monaten. Wir beantragen für unsere Freiwilligen immer 8 Entsendemonate. Das bedeutet: Wenn ein Bewerber gerne 9 Monate bleiben will, dann muss ein anderer Bewerber 7 Monate bleiben, oder wenn eine Freiwillige 6 Monate bleiben möchte, dann muss entweder ein anderer Freiwilliger 10 Monate bleiben, oder zwei andere Freiwillige je 9 Monate bleiben.

Können die Freiwilligen zu verschiedenen Zeiten reisen?
Aus psychologischen Gründen möchten wir auch, dass Freiwillige, die gegebenenfalls zu verschiedenen Zeiten ausreisen, dennoch alle zusammen – also am selben Tag – nach Deutschland zurückreisen. Das liegt daran, dass sich später rückreisende Freiwillige durch früher rückreisende oft „zurückgelassen“ fühlen, was immer auch eine psychische Belastung bedeutet, die wir vermeiden wollen.

Welche Voraussetzungen muss ein Freiwilliger mitbringen?
Der entwicklungspolitische Freiwilligendienst im weltwärts-Programm des Bundesministeriums für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit (BMZ) gibt folgende Beschreibung des Freiwilligenprofils in seiner Förderleitlinie (siehe auch ww Seite / Publikationen) an:

Profil der Freiwilligen
Das weltwärts-Programm richtet sich an junge Erwachsene, zwischen 18 und 28 Jahren, die
• deutsche Staatsbürgerinnen und Staatsbürger sind oder Nicht-Deutsche mit dauerhaftem Aufenthalt und Aufenthaltsrecht bzw. -titel in Deutschland;
• über einen Hauptschul- oder Realschulabschluss mit abgeschlossener Berufsausbildung, die Fachhochschulreife oder allg. Hochschulreife oder anderweitige Eignung sowie entsprechende persönliche Erfahrung verfügen;
• in der Regel gute Grundkenntnisse einer im Gastland gesprochenen Sprache besitzen;
• weltoffen, lernbereit und teamfähig sind. Sie sind an den Lebensverhältnissen in den Partnerländern interessiert und bereit, dort engagiert mitzuarbeiten;
• willens sind, entwicklungswichtige Projekte der Aufnahmeorganisationen in den Partnerländern volldienstlich zu unterstützen;
• sich zur Teilnahme an einem von der Entsendeorganisation durchgeführten fachlichen und pädagogischen Begleitprogramm verpflichten und
• offen sind, nach der Rückkehr ihre Erfahrungen aktiv in der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit in Deutschland einzubringen. In begründeten Einzelfällen und unter Einhaltung besonderer Bedingungen (Konzept zum Schutz und zur Sicherheit von Minderjährigen im Ausland liegt vor) ist auch die Teilnahme von Freiwilligen im 18. Lebensjahr möglich. Die Freiwilligen nehmen – unterstützt von ihren Entsende- und Aufnahmeorganisationen – in eigener Verantwortung am Freiwilligendienst teil und wirken an der Sicherstellung einer angemessenen
Gesundheitsvorsorge, der Einhaltung der sicherheitsrelevanten Erfordernisse und eines angemessenen Auftretens im Aufnahmeland aktiv mit. Sie sind bereit, ihren jeweiligen EO regelmäßig in adäquater Form Rückmeldungen zu ihrem Dienst zu geben und beteiligen sich nach ihrer Rückkehr an Erhebungen im Rahmen des Qualitätsmanagements im „Gemeinschaftswerkes weltwärts“ (z.B. Befragung der Freiwilligen nach ihrer Rückkehr). Das Förderprogramm soll einem breiten Kreis junger Erwachsener offen stehen. In diesem Sinne setzen sich die am Förderprogramm weltwärts beteiligten Akteure dafür ein, interessierten jungen Menschen, die über eine persönliche Reife für einen entwicklungspolitischen Freiwilligendienst verfügen, eine Teilnahme am Freiwilligendienst zu ermöglichen. Sie berücksichtigen hierbei im Sinne sozialer Inklusion und Diversität bisher noch wenig im Freiwilligendienst repräsentierte Zielgruppen. Eine wiederholte Teilnahme am entwicklungspolitischen Freiwilligendienst ist grundsätzlich nicht möglich.

Wir möchten bevorzugt Freiwillige entsenden, die folgende Eigenschaften besitzen:
Weltoffenheit, Lernbereitschaft, Teamfähigkeit, Toleranz, Großherzigkeit, Geduld, Anpassungsfähigkeit an fremde Kultur, Inkompatibilitäts-Toleranz, Anpassungsfähigkeit an Armut und einfache Lebensbedingungen, Arbeitswillig, Bereitschaft, auch einfache Arbeiten langfristig zu erledigen.
Sollten Sie Unterlagen besitzen, die diese Fähigkeiten bescheinigen, so sind diese in der Bewerbung hilfreich.

Darüber hinaus erwarten wir, dass sich de Freiwilligen in englischer Sprache gut verständigen können.

Nicht erwünscht:
Wir sehen es kritisch, wenn sich abzeichnen sollte, dass Bewerber sehr auf Abenteuer, Unterhaltung, Risiko, Partys, Alkohol und Nachtleben aus sind. Auch können wir Wünsche nach touristischem Reisen nicht erfüllen, da es einerseits – besonders für unerfahrene Europäer – gefährlich, sogar lebensgefährlich ist, allein im Land herumzureisen, und andererseits auch nicht der Sinn und Zweck des weltwärts Programms darstellt, dem wir durch die Bundesfördergelder verpflichtet sind. Solchen Bewerbern würden wir lieber die Teilnahme an „work and travel“ in anderen Ländern empfehlen.

Welchen Einfluss haben die Freiwilligen auf die Einsatzplätze?
Im weltwärts Programm müssen wir beschriebene Einsatzplätze anbieten. Diese Beschreibungen finden Sie auch auf der weltwärts-Seite. Wir dürfen diese Einsatzplätze nicht einfach ändern, sondern nur in begründeten Fällen. Die Freiwilligen wählen sich einen Einsatzplatz aus, bestimmen also per Bewerbung, auf welchen EP sie sich versenden lassen wollen.

Dennoch versuchen wir so gut wie möglich auf die Wünsche der Freiwilligen einzugehen. Wir haben auch immer für Abwechslung in unseren Einsatzplätzen gesorgt, sodass keiner 8 Monate lang das immer gleiche tun muss.

Was kostet die Teilnahme am Bundes-Freiwilligen-Dienst?
Im weltwärts-Programm werden alle Programm-relevanten Kosten übernommen, also Flug, Unterkunft, Verpflegung, Seminare, usw. Jedoch sollen die Freiwilligen zeigen, dass sie die Arbeit der Entsende-Organisationen wirklich unterstützen wollen. Dies sollen sie durch engagiertes Spenden-Sammeln tun. Wir wünschen uns von unseren Freiwilligen, dass sie Spendengelder für die Arbeit der EO einsammeln. Wir helfen aber auch dabei, wie man so etwas macht.

Welche Seminare sind Pflicht?
Die Freiwilligen müssen an allen Seminaren teilnehmen. Wir dürfen in weltwärts niemanden entsenden, der nicht am Seminarprogramm teilgenommen hat. Dieses Programm umfasst im Ganzen 25 ganze Tage. Davon sind 8 – 12 Tage Vorbereitungsseminar vor der Ausreise, 8 – 12 Tage Begleitende Seminare im Gastland und 5 Seminartage in Deutschland, nach Rückkehr.

Können die Freiwilligen nach ihrem BFD noch Urlaub im Gastland machen?
Wegen des verpflichtenden Rückkehrseminars, wegen versicherungsrechtlicher Regelungen und wegen sicherheitsrelevanter Risiken und Vorbehalte ist das Reisen im Gastland nach Beendigung des Freiwilligendienstes nicht möglich.

Wie und bis wann bewerbe ich mich um den BFD?
Unsere Bewerbungsfrist endet je am 30.11. Danach evaluieren wir zusammen mit unseren Partnern auf den Philippinen die Bewerbungen und entscheiden, wen wir zum Auswahlseminar einladen. Alle Bewerber erhalten Rückmeldung spätestens im Januar.

Wieviele Einsatzplätze bieten EPECTO e. V. An?
EPECTO e. V. bietet 3 Einsatzplätze in Quezon City (Manila) und 3 Einsatzplätze in Naga City an. Jeder Einsatzplatz darf mit maximal 2 Freiwilligen besetzt werden:

EPs EPECTO

 

Eine Bewerbung erfolgt über Zusendung des gewissenhaft ausgefüllten digitalen Bewerbungsbogens und Toleranzfragebogens:
Bewerbungsformular   Auswahl Fragen zur Toleranz

 

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